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Von der Knieverletzung zurück zum Sport -
Der tagesklinische Behandlungspfad an der Universitätsklinik für Unfallchirurgie Innsbruck

 

Peter ist leidenschaftlicher Marathonläufer. Nach einem Verdrehtrauma des rechten Kniegelenkes während des Trainings stellt sich Peter an der Frischverletztenambulanz der Univ.-Klinik für Unfallchirurgie Innsbruck mit Schmerzen im Kniegelenk vor. Am Anmeldeschalter werden nach Vorweisen der E-Card sämtliche relevante Daten aufgenommen.

 

Der heutige diensthabende Oberarzt der Frischverletztenambulanz, PD Dr. Smekal, veranlasst nach Befragung und gründlicher Erstuntersuchung eine Kernspintomografie (MRT), um die Verdachtsdiagnose "Riss des rechten Innenmeniskus" weiter abzuklären. Dabei werden speziell entwickelte "Sequenzen" benutzt die alle Strukturen des Kniegelenks besonders klar darstellen.

2 Tage später nimmt Peter einen bereits vereinbarten Termin in unserer Knieambulanz wahr, um dort die genaue Diagnose zu erfahren und die Therapieoptionen zu besprechen.

 

Nach Durchsicht der MRT-Bilder durch PD Dr. Smekal wird Peter die Diagnose eines Meniskusrisses mitgeteilt, die Behandlungsmöglichkeiten erläutert und eine operative Sanierung empfohlen. Nachdem sich der Marathonläufer für die operative Behandlung entschieden hat, wird ein passender tagesklinischer Operationstermin gesucht. Der Patient wird über die Art und Technik (arthroskopische Meniskusresektion) sowie sämtliche Risiken der Operation aufgeklärt und willigt schriftlich in diese ein. PD Dr. Smekal überweist Peter zur Voruntersuchung an die Anästhesieambulanz in unserem Haus.

 

Nach selbständiger Terminvereinbarung erscheint Peter zur Nakrosevoruntersuchung an der Anästhesieambulanz. Dort werden Blutwerte, sowie Lungen- und Herzfunktion ausführlich untersucht. Der Anästhesist klärt Peter zusätzlich über die bevorstehende Narkose auf. Aufgrund der vorliegenden Untersuchungsergebnisse wird er für die Operation freigegeben.

 

Am Tag des operativen Eingriffs kommt Peter pünktlich um 6:45 Uhr nüchtern zur stationären Aufnahme an den Frischverletztenschalter. Von hier geht er auf die tagesklinische Station und führt das Aufnahmegespräch mit Sr. Martina. Zu diesem Zeitpunkt wird auch das zu operierende Knie durch Assistenzarzt Dr. Haim mit einem Filzstift markiert.

 

Peter wird zur Vorbereitung für die Operation (Rasur, nochmalige Identitätsüberprüfung, ...) in den OP-Bereich gebracht. Nach der Lagerung am Operationstisch leitet der Anästhesist die Narkose ein. Das Operationsgebiet wird mehrfach steril gewaschen und abgedeckt. PD Dr. Smekal beginnt mit der Operation. Bei der Arthroskopie (Gelenksspiegelung) wird über einen kleinen Schnitt neben der Kniescheibe eine Stabkamera (Arthroskop) ins Kniegelenk eingeführt. Als erster Schritt erfolgt die Diagnosestellung durch Betrachtung aller Anteile des Gelenkes. Peter hat einen Riss an typischer Stelle im hinteren Anteil des Meniskus. PD Dr. Smekal führt über einen zweiten kleinen Schnitt an der Außenseite des Kniegelenkes ein Tasthäkchen ein mit dem die Gewebequalität und das Ausmaß des Risses geprüft wird. Er entfernt das geschädigte Meniskusgewebe mit kleinen Zangen und glättet den Meniskusrand mit einem Gewebeschleifgerät. Bereits nach 15 Minuten ist die Operation beendet.

 

Nach erfolgreichem Eingriff, Anlage eines Wundverbandes und Ausleiten der Narkose wird Peter zur Nachbetreuung in den tagesklinischen Aufwachraum transferiert. Nach kurzer Überwachung und bei normalen Körperfunktionen liegt er bis zur Entlassung auf der tagesklinischen Station.

 

Vor der Entlassung am Nachmittag erklärt PD Dr. Smekal den Verlauf der Operation und informiert Peter über den weiteren Verlauf mit Zuweisung zur Physiotherapie. Eine Nachkontrolle in Peters Fall ist nur bei Bedarf oder bei Beschwerden notwendig.

Peter wird nach Verabschiedung vom tagesklinischen Team von seiner Frau abgeholt, da er aufgrund der Narkose selbst kein Fahrzeug lenken darf.

 

Nach erfolgreicher Rehabilitation kann Peter bereits nach kurzer Zeit wieder schrittweise seine sportlichen Aktivitäten aufnehmen.

Wir wünschen viel Erfolg für den nächsten Marathon!

© 2011-2016 Universitätsklinik für Unfallchirurgie Innsbruck