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Infektionsprophylaxe

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Infektionsprophylaxe

Eine postoperative Infektion bedeutet für Patient und Arzt immer eine Katastrophe. Der ursprünglich geplante Krankheitsverlauf verlängert sich, oft werden zusätzliche Eingriffe zur Sanierung der Infektion erforderlich.

Die genaue Ursache einer Infektion innerhalb der komplexen Behandlungskette lässt sich in der Regel nicht identifizieren. Wir messen prophylaktischen Maßnahmen daher eine überragende Bedeutung bei:

  • Präoperative Diagnose und Behandlung möglicher Risikofaktoren, z.B.: Fokussuche, gezieltes präoperatives Screening, Diabetes-Einstellung.
  • Strenge Beachtung einer internen Richtlinie "Implantatbezogene Infekte", in der auch das Vorgehen bei eingetretener Infektion genau festgelegt ist.
  • Exakte präoperative Antisepsis und Antibiotikaprophylaxe.
  • Jährliche Hygienevisiten
     

Im Rahmen einer hausinternen Infektionsstatistik überprüfen wir seit 2008 ständig die Fakten:

  • Alle stationär konservativ oder operativ behandelten septischen Komplikationen werden mit standardisierten Dokumentationsbögen vom Stations- und OP-Personal erfasst.
     
  • Der Hygienebeauftragte teilt die Patienten nach Anamnese (postoperativer Infekt vom Haus, von auswärts, infizierte veraltete Wunde) und Körperregion in verschiedene Gruppen ein und wertet sie einmal jährlich aus.
     
  • Wir behandeln pro Jahr eine weitgehend konstante Zahl von 150 - 170 septischen Komplikationen aus allen Bereichen, meistens handelt es sich dabei um Infektionen im Bereich der Hand nach Verletzung.
     
  • "Eigene" postoperative Infektionen treten bei weniger al 1 % unserer Patienten auf; im internationalen Vergleich geht man im orthopädisch-unfallchirurgischen Bereich von einer Infektionsrate zwischen 2,5 und 3 % aus.
     
  • Die Erfassung definierter Indikatoroperationen im KISS (Krankenhaus Infektions Surveillance System) durch die Abteilung für Krankenhaushygiene der Tilak und die statistische Auswertung dieser Daten im Rahmen eines europäischen Registers hatte ebenfalls hervorragende Werte für unsere Klinik ergeben.

© 2011-2016 Universitätsklinik für Unfallchirurgie Innsbruck